Stadtzeitungsartikel von Fritz Kropp – Der Hauptfriedhof – eine Stätte der Ruhe

In der Reihe „FWV nah beim Bürger“ hatte die FWV Heilbronn zu einer Begehung des Hauptfriedhofs eingeladen. Die Vielzahl der Eindrücke war umwerfend. Der Friedhof wurde um 1882 von einer sog. Kirchhof-Kommission konzipiert. Er hat eine Fläche von ca. 15 Hektar. Es werden mehr als 1200 Bestattungen jährlich vorgenommen, davon derzeitig ca. 2/3 als Feuerbestattung. Ca. 20 % werden heutzutage schon in alternativer Bestattung vorgenommen. Besuchen Sie doch einmal dieses Kleinod der Stadt Heilbronn. Ihr Augenmerk sollten Sie auf eine aus der Oststadt heraus führende Allee, eine Achse aus der Stadt der Lebenden über den Platz des Abschiednehmens in die Stadt der Toten lenken. Verweilen Sie bei den sogenannten „Dachsteingräbern“, einer Gruppe von mehreren Gräbern, in denen Schüler und Lehrer, die bei einer Schneewanderung im Jahr 1954 ums Leben kamen, beigesetzt sind. Oder bleiben Sie einen Moment bei den sogenannten Schmetterlingsgräbern“, eine etwas abseits liegende, mit besonderen Grabsteinen versehene Gräbergruppe, in denen früh- und totgeborene Kinder beigesetzt werden. Selbstverständlich kostet jeder Friedhof Zeit und Geld für die Stadt Heilbronn, aber zusammen mit allen Steinmetzen, Gärtnern, Floristinnen und Floristen sollten wir uns diese Stätte des Friedens und der Ruhe für alle Bürgerinnen und Bürger „leisten“.

25. Mai 2018